Engleitner Leopold

Geboren: 23. Juli 1905 in Strobl am Wolfgangsee, Oberösterreich, Österreich
Gestorben: 21. April 2013

Leopold Engleitner war der weltweit älteste Zeitzeuge, der unbeschreibliche Qualen in drei Konzentrationslagern überlebte. Er verstarb im 108. Lebensjahr.

[title size=“3″]Der Mut eines einfachen Mannes[/title]Nicht viele hatten während der Schreckensherrschaft der Nazis im Dritten Reich den Mut, aufrecht zu ihrer religiösen oder politischen Überzeugung zu stehen, denn es drohten Haft und brutalste Behandlung in den Konzentrationslagern, die nur wenige überlebten.

Der einfache Bauernknecht Leopold Engleitner brachte den außergewöhnlichen Mut auf, seinem Gewissen zu folgen und den Dienst in Hitlers Armee zu verweigern. Nichts und niemand konnte seinen Willen brechen. Eine Unterschrift hätte genügt und er wäre frei gewesen, aber er gab seine religiöse Überzeugung als Bibelforscher, wie Jehovas Zeugen früher genannt wurden, nicht auf und wurde in den drei Konzentrationslagern Buchenwald, Niederhagen und Ravensbrück eingesperrt.

[title size=“3″]Weltweite Zeitzeugentätigkeit[/title]Ende der 1990er-Jahre begann Leopold Engleitner an Schulen, Universitäten und Gedenkstätten in Europa und den USA über seine Erlebnisse zu sprechen. Als Zeitzeuge gegen das Vergessen reiste er als Hochbetagter über 130.000 Kilometer zu Vorträgen, was einer Distanz von mehr als drei Erdumrundungen entspricht.

Leopold Engleitner kannte den letzten österreichischen Kaiser, überlebte zwei Weltkriege und besuchte Schulen um seine außergewöhnliche Lebensgeschichte zu erzählen.

Lebensbericht unter BIOGRAFIE: http://www.rammerstorfer.cc/deutsch/index.htm

Autor und Biograph Bernhard Rammerstorfer veröffentlichte mehrere Bücher und DVDs über das Leben von Leopold Engleitner (weiterführende Literatur  auf www.rammerstorfer.cc).


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Kommentare

3 Antworten zu „Engleitner Leopold“

  1. […] aus Molln widerstehen dem NS-Regime”, Broschüre, 1999, Seite 38 ff). Im Sommer 1938 warnte Leopold Engleitner Anton Spießberger zur Vorsicht vor Spitzel der Gestapo. Urlaubsgäste hatten sich im Gasthaus von […]

  2. […] dass Zeugen von auswärts in ihrem Gasthaus einkehrten und übernachteten. Im Sommer 1938 warnte Leopold Engleitner Anton Spießberger zur Vorsicht vor Spitzel der Gestapo. Urlaubsgäste hatten sich im Gasthaus von […]

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